Die gestrige Übung stand ganz im Zeichen der zunehmenden Gefahr von Vegetations- und Waldbränden. Die anhaltende Trockenheit und die steigende Anzahl solcher Einsätze machen eine gezielte Ausbildung in diesem Bereich wichtiger denn je.
Zu Beginn der Übung vermittelte Übungsleiter Fabian Haslauer in einem theoretischen Teil die Grundlagen der verschiedenen Brandarten. Dabei wurden die Unterschiede zwischen Erdfeuer, Bodenfeuer und Kronenfeuer sowie deren jeweilige Ausbreitung und die daraus resultierenden Einsatztaktiken ausführlich erläutert.
Im anschließenden Praxisteil konnte das Gelernte unmittelbar umgesetzt werden. Dank der Unterstützung unseres Kameraden Martin Kitzberger, der sein Feld als Übungsfläche zur Verfügung stellte, wurde die Ausbreitung eines Boden- und Erdfeuers unter realitätsnahen Bedingungen simuliert. Besonders eindrucksvoll war zu beobachten, wie schnell sich ein Feuer bei trockener Vegetation ausbreiten kann und wie wichtig rasches sowie koordiniertes Handeln ist.
Im Fokus der Übung standen sowohl die Bekämpfung von Vegetationsbränden als auch die Sicherstellung einer ausreichenden Löschwasserversorgung. Dabei kamen verschiedene speziell für solche Einsätze geeignete Geräte zum Einsatz. Mit Löschrucksäcken wurden Glutnester gezielt bekämpft, während Feuerpatschen und Waldbrandhacken bei der Handarbeit im Gelände eingesetzt wurden. Ebenso bewährten sich die leichten und besonders flexiblen D-Schläuche, die aufgrund ihres geringen Gewichts vor allem in unwegsamem Gelände große Vorteile bieten. Über einen C-/D-Verteiler konnte die Wasserversorgung effizient bis an die Brandstelle geführt werden.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Übung war die Löschwasserversorgung. Gerade bei Vegetations- und Waldbränden ist diese oft eine große Herausforderung und kann vielfach nur durch die enge Zusammenarbeit mit den örtlichen Landwirten sichergestellt werden. Mit ihren Güllefässern unterstützten sie die Feuerwehr nicht nur bei der Bereitstellung von Löschwasser, sondern löschten im Anschluss an die Übung auch verbliebene Glutnester vollständig ab.
Um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern, wurden zudem Brandschneisen angelegt und die einzelnen Glutnester systematisch bekämpft. Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie entscheidend das Zusammenspiel von Mannschaft, Taktik und den richtigen Einsatzmitteln für einen erfolgreichen Löscheinsatz ist.
Insgesamt nahmen mehr als 25 Kameradinnen und Kameraden an der Übung teil und konnten wertvolle Erfahrungen für zukünftige Einsätze sammeln.
Ein herzliches Dankeschön gilt Übungsleiter Fabian Haslauer für die professionelle Vorbereitung und Durchführung der Übung, Martin Kitzberger für die Bereitstellung des Übungsfeldes sowie unseren Landwirten, die mit ihrer Unterstützung und ihren Güllefässern wesentlich zum Gelingen der Übung beigetragen haben. Solche gemeinsamen Übungen unterstreichen eindrucksvoll, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Landwirtschaft ist, um Vegetations- und Waldbrände im Ernstfall rasch und effektiv bekämpfen zu können.